Peng


“Better kill me, before I’ll kill you, you look good in black”

Und wie sie in Schwarz ausschaut, dachte ich mir, als ich sie die Stufen entlang spazieren sah. Die wahre Unvollkommenheit in einer Person. Begierde und Lust in einem Wesen. Verpackt in eine Hülle aus Wärme und Behutsamkeit. Es schwingte jedoch ein kleiner Hauch von Wahnsinn mit, in dem Blick der scharf wie tödliche Pfeile war.

Da stand sie vor mir…

-Hallo Fremder, wartest du schon lange auf mich? Wir hatten zwar keinen Termin, jedoch glaube ich zu spüren, wir wären verabredet. Sei die Überraschung meines heutigen Tages und ich werde deine….

-Ihre Stimme war still, jedoch sehr bestimmt. Sie trug eine warme Farbe und die Intonation wechselte ständig zwischen Melancholie und Aufregung. Ich wusste, dieser Stimme will ich heute folgen. Zu ihrer Stimme will ich heute tanzen.

Ich beschloss, ihre Hand zu nehmen, und ihrer Anweisung zu folgen. Sie folgte meiner Hand. Ein wenig überrascht und doch so prächtig amüsiert. Der Kontrast in ihr brachte das Blut zum Tanzen.

-Lass und von hier verschwinden. Schau dich um. Die Menschen hier sind müde, grau und unzufrieden. Ich will lachen, tanzen, nach Sternen greifen. Kannst du mir verhelfen nach Sternen zu greifen? Ich weiß, dass Du das kannst. Ich vertraue Dir – meinte sie…

Der Wunsch war geäußert, ein konkretes Kommando, das ich jetzt zu erfüllen hatte. Ich folgte meinem Instinkt. Ich nahm sie, als wüsste ich vom ersten Augenblick an, nach welcher Musik sie sich sehnen würde, und beschloss, ihr das schönste Werk der Welt zu zeigen.

Das Szenario war traumhaft. Die Kulisse spielte sich an einem See ab, als Reflektor diente uns der Mond. Als wir schon die einzigen Plätze im Publikum eingenommen hatten, begann das Spiel. Die Akteure – Heuschrecken, Grillen, und Nachtfalter. Die zweiten Stimmen spielten die Frösche, die im See ihr Zuhause fanden. Sie war still. Ihre Begeisterung war so hel,l wie die Sterne, die sich im Spiegel des Sees bewunderten.

-Ich möchte nach ihnen greifen

sagte sie und verschwand in den sanften Wellen des Sees. Plötzlich wurde sie eins mit dem Bühnenbild. Als würde der See mit ihr tanzen. Ich sah nie ein schöneres Kunstwerk.

Der Drang, bei ihr zu bleiben war so stark, dass ich dieser Nacht beschloss, sie nie wieder gehen zu lassen, in all ihren Auswirkungen, mit all ihren Gesichtern, egal wie sehr sie mich später wegzustoßen versuchte, wenn sie nicht wollte, dass ich ihre Schwächen sehe. Ich beschloss zu bleiben, da mir diese Entscheidung als einzig richtige in meinem Leben schien.

-ich habe lange auf Dich gewartet Fremder… flüsterte sie mir ins Ohr, und blieb bei mir bis in unsere Ewigkeit…

In dieser Nacht tötete sie mich in meiner Einsamkeit, um mir neues Leben mit ihr zu geben….

Photography Manulli by Ania Radziszewska Model: Sarah Koll /Jade Models Management Location: Manulli Residence Styling/Makeup: Manulli

#SarahKoll #AniaRadziszewska #Manulli

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© 2016 by Manulli.

 

 

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