Czarna Madonna, czarny aniol... Krakow Krakow Krakow

Hi Krakau, du Stadt der alten Fassaden mit jungen Gesichtern. Ich sehne mich nach Dir. Ich sehne mich nach Deiner Schönheit, Grazie und Königlichkeit. Du bist für mich so wundervoll weiblich. Du warst für mich immer eine Frau... Niemand wie Du verbindet so wunderschön die Farbenpracht der Handwerkskunst mit dem Grau des Smogs...

Ich vermisse Deine Glasmalerei-Engel, durch die das Durchschauen eine bunte freudige Welt zeigen. Ich vermisse Deine dunklen Keller, gefüllt mit Nikotinrauch und Jazz.... Ich vermisse Deine Kontraste. Ich vermisse den Ton von Hejnal - um 12:00 Uhr unterbrohen - um wieder zu spielen. Damit zeigst Du, dass zum Leben auch ein Sterben gehört. Ich vermisse Deine Theater, die kritische Themen aufarbeiten. Die Jungen, die so furchtbar wütend sind, hast Du gelehrt, Wut als Schöpfung für Kunst anzuwenden. Ich vermisse Deine Säulenplakate, Tankstellen und die Marktfrau mit den wundervollen Wildblumen und intensiven schmackhaften Eiern. Niemand wie Du verbindet so spielerisch die Höhe der Kunst mit den einfachen Freuden des Lebens. Denn das Eine existiert nicht ohne das Andere. Ich vermisse jeden Atemzug Deiner Luft, und jede grelle Farbe Deiner Tracht.

Ich vermisse die Melancholie mit der Du mich füllst, wenn ich mit Dir spreche, die Freude, die Du mir schenkst, wenn ich mit meiner Familie zu Gast bei Dir bin und den Schmerz, den Du mir bereitest, wenn ich Dich verlasse. Ich vermisse die Kraft, die Du mir gibst, damit ich schöpfen kann. Ich vermisse Omas Suppe.

Krakau, ach Krakau, zu Weihnachten erinnerst Du mich jedes Jahr wie sehr wir einander lieben. Du - die große Stadt meiner unerfüllten Träume - und ich die Frau, die den fotografischen Monolog mit Dir führt....

Jedem der seine Sinne schärfen will, kann ich nur empfehlen, einen Besuch bei dieser Dame zu machen. Ihr werdet es nicht bereuen!

Deine Manulli....